Jabber

Jabber kurz erklärt

 

Seit kurzer Zeit habe ich Jabber = XMPP für mich als Mittel zum Chat für mich entdeckt. Ich bin so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, hier eine kurze Anleitung zu schreiben.

Damit möglichst vielen der Um- bzw Einstieg in das Thema Jabber leichter fällt, möchte ich hier beschreiben, wie es funktioniert und wie man sich einen Jabber-Account und die dazugehörende Software einrichtet.

  • Die Software

Das wichtigste zuerst: Jabber ist freie Software oder auch OpenSource. Im Gegensatz zu ICQ, MSN, AIM und andere, hat Jabber keinen zentralen Server und keinen kommerziellen Hintergrund. Jabber ist erstmal nichts anderes als ein Protokoll, das XMPP.

Das XMPP-Protokoll wurde seit 1998 ursprünglich vom Jabber-Projekt entwickelt, dessen Aufgabe mittlerweile die XMPP Standards Foundation fortführt.*

  • Die Clients

Es gibt zahlreichen Clients, für alle gängigen Plattformen, die Jabber unterstützen. Für Desktopumgebungen wie Windows oder Linux funktionieren Gajim oder Pidgin. User mit Mac-Geräten können Adium verwenden. Diese Programme können auch mit anderen IM-Diensten wie ICQ, MSN, Yahoo umgehen. Auch für Android gibt es Clients um Jabber unterwegs zu nutzen. Ich persönlich komme mit Conversations ganz gut zurecht. Es gibt allerdings so viele freie Clients, dass ich hier keinen Test vornehmen und auch keine Empfehlungen aussprechen möchte. Eine ausführliche Liste von Clients gibt es hier. Dort findet bestimmt jeder einen passenden Client.

Das beste aber ist, selbst wenn mein Handy ausfällt oder verloren geht habe ich auf chat.jabber.de die Möglichkeit mit einem WebBrowser online mit meinen Kontakten in Verbindung zu bleiben. Geht das mit Threema, Telegram, Myenigma, WhatsApp oder anderen Chat Anbietern?

  • Der Account

Bei Jabber wird der Account in der Regel direkt über den Client eingerichtet. Auch hier gilt, es gibt nicht den einen Server. Ich habe mich vorerst für einen Account bei jabber.de entschieden. Wobei hier die Registrierung nur auf der Internetseite jabber.de/register funktioniert. In den Menüs der Clients finden sich, mit unterschiedlicher Bezeichnung, der Punkt Konto hinzufügen. In jedem Fall ist das entsprechende Protokoll zu wählen. (Jabber bzw. XMPP) Anschließend kommen die Daten in die Felder um die Anmeldung abzuschließen. Bei Jabber werden keine persönlichen Daten abgefragt, es sei denn man möchte Support per eMail erhalten. Der Benutzername kann frei gewählt werden. Domain ist die Bezeichnung des Servers. In diesem Fall jabber.de, bei Ressource etwas eintragen wie z.B. “Mobil” oder die Bezeichnung des Clients oder … Anschließend noch ein sicheres Passwort eingeben. Wenn nach dem Klick auf den Bestätigungsbutton kein Hinweis darauf erscheint, dass es das Konto schon gibt, ist die Registrierung erfolgreich und der Account ist eingerichtet.

Die beiden Teile Benutzername und Domain bilden zusammen die Jabber-ID kurz JID. Das bedeutet, jeder Kontakt hat eine eigene JID nach dem Muster benutzername@server.tld. Hier in diesem Fall: benutzername@jabber.de.

Je nach Server kommt eine automatische Willkommensmeldung, als erste Message auf den Client. Nun ist die persönliche JID, Teil des Jabber Netzwerkes und kann von jedem als Kontakt hinzugefügt werden.

  • Die Kontakte

Das Vernetzen mit Jabber-Kontakte ist nicht ganz so komfortabel wie zum Beispiel bei WhatsApp. Hier wird nicht automatisch das Telefon- oder Adressbuch synchronisiert. Das ist aber auch der große Vorteil von Jabber im direkten Vergleich zu WhatsApp. Datenschutz und Vertraulichkeit ist dadurch gewährleistet.

Kontakte werden also einfach manuell hinzugefügt. Das geht recht simpel über den Client. Dort gibt es im Menü einen Button oder Link, um Kontakte hinzu zu fügen. Einfach die JID des Kontakts eintragen speichern, los geht’s.

Conversations, eine App für Android, bietet auch die Möglichkeit, die JID per QR-Code weiter zu geben.

  • Verschlüsselung

Die Übertragung der Chats und der angefügten Bilder oder Dateien erfolgt OTR-verschlüsselt.

…kann man beim Off-the-Record Messaging später nicht mehr feststellen, ob ein bestimmter Schlüssel von einer bestimmten Person genutzt wurde (plausible deniability; Prinzip der Glaubhaften Abstreitbarkeit). Dadurch lässt sich nach Beenden der Unterhaltung von niemandem (auch keinem der beiden Kommunikationspartner) beweisen, dass einer der Kommunikationspartner eine bestimmte Aussage gemacht hat.*

 

Übrigens – Meine JID lautet jens.kirchberg@jabber.de

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